Stoffmesse 2016 – die Trends aus München

 

Über 900 Anbieter aus der ganzen Welt, 600 Aussteller, 180 Hersteller und 1500 Kollektionen wurden Anfang Februar bei der Stoffmesse Munich Fabric Start vorgestellt.
Wir waren da und haben für euch die Trends 2016 mitgebracht.

Nachhaltigkeit wird groß geschrieben

Auch in diesem Jahr setzt die Modeindustrie auf Nachhaltigkeit: ob bei der Fertigung der Stoffe, der Materialauswahl oder auch der kompletten Produktion; mit dem »Eco Village« und der »organic selection« bietet die Messe inzwischen ein Kompetenzzentrum.
Nichts wird mehr ausschließlich auf das Aussehen der Kleider reduziert sondern vermehrt Rücksicht auf Komfort und Verträglichkeit der Haut gelegt.

Nach dem Motto Qualität statt Quantität stehen nun ausgewählte Mixe aus Basic- und High-End-Kollektionen zur Auswahl. Dabei soll in Zukunft auch der Geldbeutel mehr geschont werden, wenn man beispielsweise zu ökologischen Modestücken greifen möchte. Bisher waren es eher weniger Marken, die auf der mittlerweile stetig steigenden Nachfrage nach fair produzierter Mode nachkamen. Dafür steht der Zukunft nun nichts mehr im Wege: Ökologische und soziale Verantwortung werden immer wichtiger.

Denim bleibt

 

In der Area »Blue Zone«, die regelmäßig Denim-, Street- und Sportswear auffährt, wurde klar, dass Jeans auch dieses Jahr nicht aus den Trends verschwinden wird. Die Schnitte gehen bei den Hosen zurück zu den 70ern, wo Schlaghosen groß in Mode waren und es jetzt wieder sind. Wie beim Boyfriendsstyle wird auch in diesem Frühjahr wieder auf weitere Modelle gesetzt, die, kombiniert mit weißen Sneakern, lässig sportlich wirken und mit wenigen Handgriffen (Accessoires lautet hierbei das Zauberwort) zu einem sportlich-eleganten Look umgestylt werden können.

Haute Sporture – lässig elegant

Die hohe Schneiderkunst trifft hierbei auf sportliche Einflüsse, gradlinige Schnitte treffen auf klare Stoffe und schlichte Muster: Der lässig-elegante Stil ist geboren.
Nebst ausgewählten Kontrastfarben bilden weiße und beige Nuancen, Pastellfarben und helle Töne eine Transparenz, die sich bis zur vollkommenen Durchsichtigkeit durchsetzt. Der Frühling wird also definitiv keinem Blick standhalten können, denn trotz versprochener Lässigkeit wird man subtil sexy unterwegs sein.

Als Materialtrend kann die Kombination dieser schlichten, farbneutralen Stücken mit glänzenden Stücken angesehen werden. Der Kontrast zwischen matt und glänzend aber auch die Kombination verschiedener Oberflächen ist jetzt schon schwer angesagt, genau wie die Verbindung von glatten und körnigen Materialien.
Naturfarben, die in eine erdige Richtung gehen, überzeugen uns in den nächsten Monaten besonders, wenn sie glänzen und damit aus ihrem natürlichen Umfeld genommen werden.